Pottwal

  (Physeter macrocephalus)
Pottwal

Früher Migratorisch in der Straße von Gibraltar mit Sichtungen im Frühling (März bis Juni), seit einigen Jahren Sichtungen über die gesamte Saison (März bis Oktober). Grund noch unbekannt.

Klassifizierung: Cetacea-Walartige, Zahnwal, Physeteridae
Körperlänge: Bis zu 18 m. Weibchen kleiner
Gewicht: Bis zu 50 Tonnen
Nahrungs: : Riesen-Tintenfisch, Kleinfische, manchmal Haie; Nahrungssuche in großen Tiefen
Geschlechtsreife: 7 bis 12 Jahre (Weibchen)
Trächtigkeit: : 14 bis 15 Monate
Stillzeit: Zwischen 1 - 2 Jahren
Zeitraum zwischen Geburten: 3 bis 5 Jahre
Lebensdauer: 50 bis 80 Jahre
Lebensraum: Weltweit. Weibchen, Kälber und Jungtiere verbleiben in tropischen und gemäßigten Gewässern. Nur die Männchen machen lange Wanderungen in die nördlichen Breiten.
Sozialleben: Sehr soziale Tierart. Enge Mutter-Kalb-Bindung. Gruppen in gemäßigten Gewässern mit ca. 12 Tieren (Mütter, Neugeborene, ältere Jungtiere). Gemeinsame Aufzucht bei Abwesenheit des Muttertiers. Auch männliche Jungtiere beteiligen sich an der Aufzucht. Versorgung von verletzten Tieren. Große Männchen sind vornehmlich Einzelgänger und erreichen als solche die nördlichen Polargewässer.
Besonderheiten: Riesiger Schädel, der bis zu 1/3 der Körperlänge ausmacht. Der Schädel enthält eine als "Walrat" oder "Spermazet" bekannte wachsartige Substanz, die früher in Salben und Kosmetika Anwendung fand, sowie in der Herstellung hochwertiger Kerzen, in der Lederverarbeitung und als Schmiermittel. Blasloch auf der linken Kopfseite, Blas nach links vorne. Sehr faltige Haut, Narben durch Kämpfe mit Riesen-Tintenfisch. Maximale Tauchtiefe/-länge: bis zu 3000 m; über 1,5 Stunden. Größter Zahnwal, nur der Unterkiefer ist mit Zähnen besetzt.
Artenschutzstatus gemäß IUCN: Gefährdet. Vom Aussterben bedrohte Tierart. Diese Walart hat sich aufgrund des Walfangverbots erholt, gilt aber weiterhin als gefährdet. Zwischen 1964 und 1974 wurden 250.000 Pottwale getötet.
Bestand: Von früher 2 Millionen Tieren Anfang der 1940er Jahre ist der Bestand heute auf ca. 400.000 bis 1.000.000 gefallen.
Besonders bedroht durch: Walfang, Schiffskollisionen, Verfangen in Fischnetzen, Umweltverschmutzung, Überfischung.