Schwertwal-Orca

  (Orcinus orca)
Orca

Semiresident in der Straße von Gibraltar - Whale Watching von Juni bis Oktober

Klassifizierung: Cetacea-Walartige, Zahnwal, Delphinidae - Der größte Vertreter der Delfinfamilie. Es gibt drei Arten von Orcawalen: ortsgebundene (resident), "durchreisende" (transient) und Hochseearten (offshore), die sich in Bezug auf Nahrungssuche, Echoortung und "Gesang" deutlich unterscheiden.
Körperlänge: 5,5 m bis 9 m. Männchen deutlich größer als Weibchen und mit bis zu 2 m hoher auffälliger Rückenflosse
Gewicht: 3 bis 9 Tonnen
Nahrungs: : Je nach Orcaart: Fische, Haie, Tintenfische, Pinguine, Seelöwen, Seehunde, Delfine und Wale, einschließlich größerer Arten. Das einzige Meeressäugetier, das warmblütige Tiere frisst. Ortsgebundene Orcas fressen keine Meeressäugetiere
Geschlechtsreife: 8 bis 10 Jahre (Weibchen)
Trächtigkeit: 12 bis 15 Monate
Stillzeit: 12 Monate
Lebensdauer: 30 bis 60 Jahre. Weibchen bis 90 Jahre
Lebensraum: Weltweite Ozeane; Küsten- und Hochseegewässer, auch in Polargewässern
Sozialleben: : Hoch entwickeltes Sozialverhalten. Manche Populationen verbleiben ihr gesamtes Leben lang in der Schule der eigenen Mutter. Diese Schulen umfassen zwischen 3 und 25 Tiere gleicher Abstammung. Lebenslange Bindung zwischen Mutter und Kalb. Ein Orca lässt sich nur durch Tötung oder Gefangennahme von seiner Familie trennen. Aktive Zusammenarbeit zwischen Einzeltieren.
Besonderheiten: Äußerst empfindsame und intelligente Tiere. Beeindruckende Kommunikationsfähigkeit. Jede Gruppe besitzt individuelles Kommunikationsmuster (Dialekt). Ortsgebundene Orcas sind stimmlich besonders aktiv und Gegenstand umfassender wissenschaftlicher Untersuchungen. Eines der schnellsten Meeressäugetiere mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 55 km/h. Wird in Gefangenschaft in Vergnügungsparks und Delfinarien gehalten.
Artenschutzstatus gemäß IUCN: Geringe Gefährdung/Abhängig von Schutzmaßnahmen
Bestand: Weltweiter Bestand unbekannt
Besonders bedroht durch: Besitzt keine natürlichen Feinde und ist bislang vom großflächigen Walfang verschont geblieben. Wurde jedoch bis in die 1980er Jahre wegen seines Fleisches und Öls gejagt. Umweltverschmutzung, Schädigung des Lebensraums, Schiffskollisionen, abnehmender Bestand an Beutetieren, kommerzielle Gefangenschaft, Verfangen in Fischnetzen, Jagd durch Fischer, die den Orca als Bedrohung ihrer Fischbestände betrachten.