Natur

Parque Natural del Estrecho - Naturpark Straße von Gibraltar

Der Parque Natural del Estrecho ist Europas südlichster Naturpark und schützt die Küstenzone von Getares (Algeciras) bis zum Cabo de Gracia (Tarifa). Der Park umfaßt Mittelmeer und Atlantik, welche sich hier vereinen und Europa von Afrika trennen. Die Distanz nach Afrika beträgt nur 14 km. Die Straße von Gibraltar ist nicht nur einzigartig hinsichtlich der Migration von Vögeln und Walen, sondern war seit prähistorischen Zeiten auch ein Migrationsweg des Menschen.

Forschern der Universität von Cadiz zur Folge häufen sich die Indizien, daß auch der Neandertaler diese Zone auf seinem Weg nach Europa besiedelt hat.

Im Park finden sich zahlreiche Höhlen und Unterstände mit Wandbemalungen, bekannt als ARTE RUPESTRE bzw. ARTE SUREÑO.

Korkeichen Naturpark - Parque natural de los alcornocales

Der Parque Natural de Los Alcornocales wurde 1989 vom andalusischen Parlament zum Naturpark erklärt. Er erstreckt sich in Süd-Nördlicher Richtung von der Küstenzone Tarifas bis zu den Sierras der Gemarkungen von Cortes de la Frontera, Ubrique und El Bosque. Mit einer Fläche von 167.767 Hektar ist er einer der größten Naturparks Spaniens.

Der Großteil des Naturparks befindet sich in der Provinz Cádiz und beherbergt mit 17 Gemeinden (Alcalá de los Gazules, Algar, Algeciras, Arcos de la Frontera, Benalup-Casas Viejas, Benaocaz, Castellar de la Frontera, El Bosque, Jerez de la Frontera, Jimena de la Frontera, Los Barrios, Medina-Sidonia, Prado del Rey, San José del Valle, Tarifa, Ubrique und Cortes de la Frontera) eine Bevölkerung von 380.000 Bewohnern.

Im Naturpark finden sich die größten Korkeichenwälder der Iberischen Halbinsel, die zugleich die größten überhaupt noch bestehenden naturnahen Wälder im Mittelmeerraum sind. In Flusstälern, canutos genannt, sorgt das warme und feuchte Klima für üppige Galeriewälder. Insbesondere im Süden kommen hier subtropische Pflanzen vor, die sonst nirgendwo in Europa zu finden sind. Neben Forstwirtschaft, Viehzucht und Jagd, ist vor allem die Korkproduktion als wirtschaftliche Aktivität zu erwähnen. In den letzten Jahren wurden verschiedene Wanderrouten ausgeschildert, um den Naturpark auch touristisch zu erschließen.

Biosphaerenreservat

Das Programm "Der Mensch und die Biosphäre" der UNESCO hat seit seiner Gründung 1970 viele entscheidende Impulse zur Erforschung der wichtigsten Ökosystemen weltweit gegeben, z.B. Gebirge, Küsten, Trockengebiete oder Feuchtgebiete. Seit der Gründung des Weltnetzes der Biosphärenreservate 1976 wurden diese immer mehr zum wichtigsten Instrument des MAB-Programms, um ökosystemare Forschung zu betreiben und die Forschungsergebnisse zu übertragen und anzuwenden. Forschung ist heute im Vergleich zu dem Management von Biosphärenreservaten das kleinere Standbein des MAB-Programms.

Das MAB-Programm setzt sich seit Jahren für integrierte Planungs- und Monitoringmechanismen von wichtigen Ökosystemen und vor allem Biosphärenreservaten ein (Biosphere Reserve Integrated Monitoring, BRIM) und fördert den Ausbau des Weltnetzes der Biosphärenreservate - im Fokus stehen besonders grenzüberschreitende Gebiete. 2006 wurde an der Meerenge von Gibraltar das erste interkontinentale Biosphärenreservat, ein gemeinsames Projekt von Spanien und Marokko, ausgewiesen.

Die Ziele des MAB-Programms sind:
  - den Verlust biologischer Vielfalt einzuschränken
  - die Bedingungen des menschlichen Lebens und Überlebens zu verbessern und
  - die sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen für ökologische Nachhaltigkeit weiterzuentwickeln.

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